Was wird?


Kreise II – 2022

Von unserem Programm „Kreise“ für 2020/21 haben (hauptsächlich coronabedingt) einige -Veranstaltungen nicht stattfinden können. Erweitert um neue -Ideen werden sie nun „nachgeholt“. So bestimmen also die „Kreise“ erneut unser Jahresthema in dreierlei Bedeutungen:

Erstens der Kreis als gestalterische Form (vergleichbar Quadrat, Dreieck, etc.). In dieser Bedeutung stellt Ferdi Schreiber unter dem Titel „Der Kreis. Analyse – -Verwandlung – Spiel“ frühe Arbeiten aus den 1970er Jahren aus. Basierend auf intensiven Auseinander-setzungen mit diesem Thema, teilweise noch aus Studienzeiten, zeigen sie eine neue, andere und bisher noch nicht ausgestellte Seite in seinem Schaffen.

Zweitens der Kreis in seiner Bedeutung als Zyklus. Hier führt eine musikalisch-literarische Matinee einen Zyklus barocker Violinmusik von Georg Philipp -Telemann und einen Zyklus moderner Gedichte von Nikolaus Schneider (bislang unveröffentlicht) in -einem über Jahrhunderte ausholenden und verbindenden Kreis zusammen.

Drittens der Kreis schließlich als Zusammenschluss von Menschen (Künstlerkreise). Hier zeigt zu Beginn des Jahres der „Welbergener Kreis“ (eine schon über 50 Jahre bestehende Vereinigung von Künstler* -innen) eine Auswahl seiner Mitglieder in 14 verschieden Menschen, Stile, Techniken und künstlerischen Positionen. Außerdem widmet sich noch ein performativer Vortrag zum Thema „Künstlerkreise“ dieser besonderen Art von Zusammenarbeit und Kunstschaffen.

Weitere Veranstaltungen zur Thematik ergänzen und runden das Programm.

Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Schutzverordnungen.


30. April bis 19. Juni 2022 – Welbergener Kreis

Auf Initiative des Kreises Steinfurt konstituierte sich 1970 der Welbergener Kreis als Zusammenschluss interessierter Künstlerinnen und Künstler.

Seine Zielsetzung ist es, Kommunikation zwischen Künstlern sowie künstlerische Präsenz durch Ausstellungen und andere Initiativen vor Ort, im Kreis und angrenzenden Regionen zu stärken. Er gibt künstlerische Impulse (z.B. zum Wettbewerb „Jugend Gestaltet“) und pflegt Kontakte zu Partnerkreisen im In- und Ausland, um gemeinsam aktive Kulturarbeit zu leisten – speziell auf dem Gebiet der Bildenden Kunst. Der Welbergener Kreis versteht sich als Interessenvertretung der Künstlerinnen und Künstler.

Bettina Sandhaus: o.T., Mischtechnik auf Malkarton (2018)

Der Welbergener Kreis ist ein selbstständiger, gemeinnütziger, seit 1985 eingetragener Verein. Er hat gute Verbindungen zum Kreis Steinfurt und wird von ihm gefördert. Namensgeber ist der Ort seiner Gründung: „Haus Welbergen“. Dies war sein Tagungsdomizil bis zum Jahr 2000. Seitdem tagt der Welbergener Kreis im Kötterhaus des Kreislehrgartens oder in verschiedenen Ateliers.

Einmal im Monat findet eine Sitzung statt, in der die aktuellen und zukünftigen Projekte besprochen werden. Ein wesentlicher Tagungsordnungspunkt ist: „Wer hat Kunst dabei ?“ Hier geht es um Intensivierung des Austausches, um Pflege des Gesprächs, der Diskussion, des Disputes. Gäste sind immer willkommen.

Zur Zeit sind 29 Künstlerinnen und Künstler aktive Vereinsmitglieder. Die Mitglieder des Welbergener Kreises arbeiten professionell im Sinne des Anspruchs, der Ausbildung und der Ausrichtung (nicht gleichbedeutend mit Kommerzialität).

http://welbergenerkreis.de


10. September bis 30. Oktober 2022 – Ferdi Schreiber
Ferdi Schreiber: Viertelung des Kreises. Kolorierte Pappe auf Hartfaserplatte (1981)

Ferdinand Schreiber über sich selbst:

Mein bevorzugtes Material finde ich in den Wäldern meiner Heimat: das Holz. Mit Vorliebe verarbeite ich das Holz der Ulme, der Eiche, der Mooreiche, der Rubinie, der Weymouthskiefer, der Kirsche und Walnussbaums. Durch die Bearbeitung des Materials mit unterschiedlichen Werkzeugen sowie mit dem Element Feuer greife ich bewusst in die Holzstrukturen ein. Wichtig ist mir, trotz der beabsichtigten Veränderung des Materials die Ursprünglichkeit und Eigentümlichkeit des Holzes erkennbar zu lassen.

So verfahre ich auch mit den anderen Materialien wie Blei- und Zinkblech, Stahl und Glas.

Durch das Zusammenfügen der Materialien in einen anderen Kontext entstehen neue visuelle Reize. Literarische Gedanken, die mich während meiner Arbeit deutlich begleiten, kreisen um die verschiedenen Phasen des Lebenszyklus: Das Entstehen, das Wachsen, das Stärken und das Vergehen, allesamt im Kontext der menschlich erfahrbaren Zeit. Das Leben als Spurenhinterlasser.

In meiner Kunst setze ich mich bewusst auch mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinander. Hierbei steht der Mensch bewusst im Mittelpunkt meiner künstlerischen Auseinandersetzung.

https://www.ferdinand-schreiber.com


Kinder und Jugendprogramme:

Fremde runde Welten
Kunst-Projekt im Rahmen des Ferienpasses der Stadt Vreden.
Carina Schüring

Farbige Familienkreise
Mal-Aktion
Ines Ambaum, Helena Hartmann, Bernd Sikora

Runde Sache(n)
Foto Projekt
Carina Schüring, N.N

Genaue Termine werden noch bekanntgegeben.